St. Georg (Pfarrkirche)

Die heutige Pfarrkirche wurde 1954 fertig gestellt, sie steht aber auf (kirchen-)geschichtlich bedeutsamen Grund. Nach dem Bombenangriff am 21. März 1945, der den Vorgängerbau zerstörte, fanden 1949 – 1951 archäologische Ausgrabungen statt. Dabei und in einer Folgegrabung in den Jahren 2001 – 2003 fand man Spuren von 6 Vorgängerkirchen und insgesamt 13 Bauphasen. Die ältesten Fundamente stammen aus dem Jahr 820. Somit reichen die Kirchbauten hier zurück bis in die Frühphase der Missionierung zu Beginn des 9. Jh.

St. Felizitas (Stiftskirche)

Die Geschichte der Stiftskirche ist eng mit der Stadtgeschichte von Vreden verbunden. Nach der Überlieferung gründete ein sächsischer Graf Walbert zu Beginn des 9. Jahrhunderts das hochadelige Damenstift Vreden, das bis 1810 bestand. Um das Stift entstand eine Siedlung, die dann die Keimzelle der heutigen Stadt wurde. Vermutlich bestanden seit der Gründung des Stiftes zwei Kirchen nebeneinander: Eine für die Stiftsdamen und eine Pfarrkirche für die Bevölkerung.

St. Antonius Abt / Ammeloe

Die neogotische Kirche der heutigen Zeit hatte zwei Vorgänger: die erste Kapelle aus dem Jahre 1369 und die zweite von 1444. Um die Kapelle lag ein Kinderfriedhof, den 18 Stiftshöfe aus Ammeloe und sieben aus Wennewick bei der Äbtissin des Stiftes Vreden beantragt hatten, und dieser wiederum war umgeben von Speicherhäusern der 25 Abteibauern.

St. Antonius von Padua / Oldenkott

1657 erteilte Fürstbischof Christoph Bernhard Graf von Galen die Baugenehmigung für eine Kirche in Oldenkott. Hintergrund dafür war die Tatsache, dass die Katholiken in den Niederlanden zu der Zeit keine Kirchengebäude errichten durften. So entstanden mehrere Seelsorgestationen an der deutsch-niederländischen Grenze. Vermutlich war diese Kirche  überhaupt der erste massive Steinbau in der Bauerschaft Wennewick.

St. Bruno / Lünten

Im Jahre 1756 wurde in diesem noch recht kleinen, bescheidenen Wohngebiet in Gemeinschaftsarbeit eine Kapelle aus selbst gebrannten Backsteinen, den sog. Feldbrandsteinen gebaut. Sie stand dort, wo sich heute das Kriegerehrenmal des Schützenvereins befindet. Lünten hatte damals 495 Einwohner. Diese Kapelle wurde 1756 zur Zeit der Äbtissin von Vreden, Franziska III. von Manderscheidt, gegründet und der Muttergottes und dem hl. Bruno geweiht.

St. Franziskus / Zwillbrock

Die Geschichte von Kirche und Kloster Zwillbrock begann Weihnachten 1651, als für die bedrängten Katholiken aus Groenlo und der Herrschaft Borculo in Silva Brok eine Mitternachtsmesse unter freiem Himmel gefeiert wurde. Eine Chronik berichtet hierüber: "Es kamen zu dieser denkwürdigen Mitternachtsmesse so viele Gläubige aus einem Radius von fünf Wegstunden zusammen, daß man von einer tausendköpigen Colksmenge reden kann".  1652 erichtete man eine erste bescheidene Kapelle aus Torfplaggen.

Heilig-Kreuz-Erhöhung / Ellewick

Dass es mit Vreden und den Bauernschaften zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder aufwärts ging, belegen eine Reihe von Bauten, die in Stadt und Land errichtet wurden, darunter vor allem die Kirchenbauten in Ellewick und Lünten. Bis dahin nutzten die Ellewicker die vom frommen Kanoniker Johann Bernhard Abbing bereits 1678 gestiftete Kapelle. Die alte Kapelle war inzwischen jedoch in einem schlechten Zustand und vermochte auch die wachsende Zahl der Gläubigen nicht mehr zu fassen.