Neuer Pfarreirat für St. Georg gewählt

Sonntagabend stand das Ergebnis der Pfarreiratswahl fest, dann waren die Stimmen aus den sechs Wahlbüros in Stadt und Kirchdörfern ausgezählt. „Wir danken allen Helfern vor Ort und den Freiwilligen beim Auszählen“, erklärte Pfr. Wachtel als Vorsitzender des Wahl-Ausschusses. Dieser Einsatz bis in den Abend zeigt zudem, dass eine echte Wahl möglich war, weil sich mehr Kandidaten als zu besetzende Plätze gefunden hatten – das war nicht in allen Pfarreien des Bistums so.

 

Direkt gewählt wurden (in alphabetischer Folge): Doris Becking, Franz-Bernd Becking, Bastian Buning, Irene Dechering, Ludger Holtmann, Martin Kneifel, Hubert Küpers, Matthias Lübbering, Denise Niestegge, Karin Rensing, Meike Resing, Marius Rethfeld, Magdalene Röring, Christel Schroer, Kai Waning, Michelle Wüpping.

 

Für die Nachrück-Liste wurden gewählt: Evelyn Hecking, Hildegard Lansing-Schürmann und Lydia Pries.

 

Damit sind acht Männer und acht Frauen im Alter von 17 bis 58 Jahren direkt gewählt, darunter alle Jugendvertreter. Die Ergebnisliste mit den exakten Stimmzahlen wird am kommenden Wochenende in allen Kirchen der Pfarrei veröffentlicht.

 

Auch alle Kandidaten aus den Dörfern sind mit hohen Stimmanteilen direkt gewählt worden. „Das ist bemerkenswert und zeigt eine Grundstimmung in unserer Pfarrei seit der Fusion“, so Pfr. Wachtel. Für eine Direktwahl musste ein Kandidat jetzt über 420 Stimmen erreichen, in den Dörfern haben aber – je nach Größe - zwischen 50 und 190 Personen gewählt. „Die Wähler hatten also bei der Stimmabgabe oft die gesamte Pfarrei im Blick, jeder Kandidat aus den kleineren Gemeindeteilen hat das Zwei- bis Zehnfache seiner ‚Heimatstimmen‘ aus anderen Dörfern und der Stadt hinzu bekommen.“

 

Dieser Blick fürs Ganze wurde schon beim Treffen von Kirchenvorstand und (altem) Pfarreirat mit Weihbischof Hegge bei der Visitation in der letzten Woche deutlich. So erklärte bspw. der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Hermann Hildring, dass die Mitglieder der beiden Leitungsgremien nicht nur für den eigenen Gemeindeteil sprechen sondern auch immer auf die Belange der Gesamtpfarrei achten.

 

Die vom Diözesankomitee erhoffte Aktivierung der Jugendlichen durch die Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre hat hingegen nicht funktioniert. Keine zwei Dutzend 14- und 15jährige haben ihr Stimmrecht genutzt.

 

Der neue Pfarreirat wird sich in zwei Sitzungen bis Januar konstituieren. Beim ersten Treffen steht dann u.a. die Frage an, ob der leitende Pfarrer noch weitere Mitglieder berufen soll, um die Gesamtgemeinde im Pfarreirat besser zu repräsentieren. Beim Neujahrsempfang am 27. Januar 2018 wird sich der neue Pfarreirat dann der Gemeinde und der Öffentlichkeit vorstellen.