In diesem Jahr jährte sich der 75. Todestag des Kardinals von Galen. Doch ist dieses Gedenken und die Auseinandersetzung mit seinem Wirken im 21. Jahrhundert noch relevant? Oder können wir aus seinem Handeln noch heute Rückschlüsse zu unserer Haltung ziehen?
Dieser Frage geht der Referent Pfarrer Markus Trautmann im Rahmen eines Gesprächs- und Diskussionsabend am Dienstag, 26.10.2021 ein, zu dem unsere Kolpingsfamilie Vreden und die Öffentliche Bücherei St. Georg Vreden einladen.
Dass die Verehrung eines katholischen Seligen alles andere als wohlige Nostalgie bedeutet, lehrt Clemens August von Galen, der Münsteraner Bischof während der Naziherrschaft. Wer sich ein wenig in dessen Zeit und Mentalität hineinversetzt, wird früher oder später auch an drastische Konfliktlinien der Gegenwart herangeführt. Zumindest beobachtet dies Markus Trautmann, der sich sowohl als erklärter Galen-Fan wie auch als Pfarrer in der Seelsorge so seine Gedanken macht. Denn in den letzten Jahren hat Pfarrer Trautmann sich auf verschiedene Weise mit dem "Löwen von Münster" befasst und stellt im Rahmen dieses Lesungs- und Gesprächsabends verschiedene seiner Publikationen und Projekte vor. Ganz häufig stellt man dabei fest: Vergangenheitsbewältigung ist immer auch Gegenwartsbewältigung – oder was man in Kirche und Gesellschaft so dafür hält. Auf diese Gedankenreise nimmt der gebürtige Vredener Markus Trautmann alle ZuhörerInnen im Rahmen seines Lesungs- und Diskussionsabend mit. Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche BesucherInnen.
Der Lesungs- und Gesprächsabend in unserem Pfarrheim St. Georg, Freiheit 1 beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es gelten die aktuellen Corona-Vorgaben, insbesondere die 3-G-Regel.
https://www.buecherei-vreden.de

Heute Abend tritt die Gruppe Ars Choralis Coeln, die sich mittelalterlicher Musik verschrieben hat, zusammen mit der jüdischen Schauspielerin und Sängerin Chasan Jalda Rebling aus Berlin in unserer Vredener Stiftskirche auf.
Anlass dieses gemeinsamen Konzertes ist das Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben im Rheinland“. Es wurde ein Programm zusammengestellt, das auf der einen Seite aus jüdischen Dank- und Lobliedern (den sogenannten Piutim) besteht, und auf der anderen Seite italienische Laudengesänge enthält, die in der Gefolgschaft des Heiligen Franziskus von Assisi entstanden sind.
Das Konzert beginnt heute um 19:30. Das ist der Vorabend zum Erntedankfest in Deutschland. Auch im Judentum gibt es das Erntedankfest, sogar zwei Mal im Jahr: Das Fest Shavuot im Frühling des Mittleren Ostens und das Laubhüttenfest (Sukkot) im Herbst, nach der Lese. Mit den jüdischen Piutim und den italienischen Laudengesängen wollen Jalda Rebling und Ars Choralis Coeln also dem Sommer danken und sich so auch auf den Herbst vorbereiten.
Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Jedoch wird am Ausgang um eine Spende zur Finanzierung dieses Konzertes gebeten.
Wegen der noch anhaltenden Corona-Pandemie können nur geimpfte, genesene oder getestete Personen dieses Konzert besuchen. Am Eingang der Kirche werden entsprechende Kontrollen durchgeführt. Die Kirche ist mit Schutzmaske zu betreten. An den Sitzplätzen können die Zuhörer aber dann ohne Maske und ohne Abstand sitzen.