St. Antonius von Padua / Oldenkott

1657 erteilte Fürstbischof Christoph Bernhard Graf von Galen die Baugenehmigung für eine Kirche in Oldenkott. Hintergrund dafür war die Tatsache, dass die Katholiken in den Niederlanden zu der Zeit keine Kirchengebäude errichten durften. So entstanden mehrere Seelsorgestationen an der deutsch-niederländischen Grenze. Weil die 1652 errichtete Kapelle in Zwillbrock zu klein war, wurden zuerst ab 1654 im Haus Winkelhorst am Oldenkotten Messen gefeiert. Schließlich machten sich die holländischen Katholiken aus Rekken und Haaksbergen für einen Kirchbau stark. Vermutlich war dies überhaupt der erste massive Steinbau in der Bauerschaft Wennewick.

 
Der Kirchenpatron
Da die Patres von Zwillbrock auch die Seelsorge in Oldenkott übernahmen, ist es kein Wunder, dass mit Antonius von Padua ein Heiliger des Franziskanerordens zum Kirchenpatron wurde. Er wurde um 1190 in Lissabon als Fernando Bullone geboren, schloss sich mit 15 Jahren dem Orden der Augustiner-Chorherren in Coimbra (Nordportugal) an und konnte dort Theologie und Philosophie studieren. Danach kam er mit dem sich ausbreitenden Franziskanerorden in Berührung, trat dort ein und erhielt den Ordensnamen Antonius. Eine Missionstätigkeit in Nordafrika endete aufgrund einer schweren Krankheit, Antonius kehrte nach Europa zurück und gelangte 1221 nach Assisi, um sich dem Hl. Franziskus zur Verfügung zu stellen. Dieser übertrug Antonius die wissenschaftliche Ausbildung der Franziskanernovizen. Zudem entwickelte sich Antonius zu einem begnadeten Volksprediger, der sich außerdem in Wort und Tat für die Armen einsetzte. Er starb im Alter von knapp 40 Jahren am 13. Juni 1231 und ist einer der meist verehrten Heiligen.
 
Zum Gebäude
Die Antoniuskirche in Oldenkott ist nach der Stiftskirche der älteste Kirchenbau in ganz Vreden. Die Innenmauer, die Orgelempore sowie das Dachgerüst stammen noch aus der Erbauungszeit. Im 20. Jahrhundert wurde der Kirchenraum mehrfach renoviert und umgestaltet.